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Katerina Agyioti
Katerina Agyioti wurde 1976 in Volos geboren und studierte in Thessaloniki, wo sie bis 2014 lebte. Seitdem lebt und arbeitet sie in London. Gedichtveröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Ihr erster Gedichtband Phrouros (Der Wächter) erschien 2016 im Verlag Pharphulas (Athen). Ihr zweites Buch ist derzeit im Druck und erscheint demnächst im selben Verlag.
Dimitris Angelis
Dimitris Angelis wurde 1973 in Athen geboren. Er studierte Theologie und wurde an der Universität Athen promoviert. Er ist Gymnasiallehrer und Herausgeber der Zeitschrift Φρέαρ (Brunnen). Er hat sieben Gedichtbände veröffentlicht, daneben etliche journalistische und wissenschaftliche Artikel und Erzählungen. Er wurde ausgezeichnet mit dem Übersetzerpreis der Vereinigung Corda und dem Staatspreis für Poesie (2016). Die Gedichte dieser Auswahl stammen aus dem Band Σχεδόν βιβλικά (Beinahe Biblisch), Polis 2017.
Katerina Angelaki-Rooke
Katerina Angelaki-Rooke wurde 1939 in Athen geboren. Sie studierte Sprachen in Athen, Südfrankreich und der Schweiz.
Sie hat mehr als 20 Gedichtbände veröffentlicht und ihre Werke wurden vielfach übersetzt.
2014 wurde sie mit dem großen Literaturpreis des griechischen Staates für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.
Am 21.1.2020 ist Katerina Angelaki-Rooke in Athen gestorben.
Katerina Chandrinou
Katerina Chandrinou wurde 1979 geboren. Sie lebt in Athen und arbeitet als Rechtsanwältin. Ihr erster Gedichtband „Sympathisches Raubtier“ erschien 2013. Weitere Gedichtveröffentlichungen in Literaturzeitschriften.
Maria Chatzilasarou
Maria (Matsi) Lucia Chatzilasaru wurde 1914 in Thessaloniki geboren. Sie wuchs, nach dem finanziellen Ruin ihrer Familie ιn Frankreich und Italien auf, kehrte aber dann in ihr geliebtes Thessaloniki zurück. 1934 verlor sie ihre beiden Eltern innerhelb von 6 Monaten. Sie litt unter drei unglücklichen Ehen, die dritte, mit dem Dichter Andreas Epirikios, wurde 1939 geschlossen. Gedichte publizierte sie seit 1944, unter dem Pseudonym Matsi Andreou. Von 1948 bis 1957 verbrachte sie einige Zeit mit einem Stipendium in Paris, veröffentlichte ihre Gedichte auch auf Französisch und lebte für zwei Jahre mit den Philosophen Kornelios Katsoriadis zusammen. 1958 kehrte sie nach Griechenland zurück. Sie starb am 16. Juni 1987.
Dinos Christianopoulos
Dinos Christianopoulos (bürgerlicher Name Konstantinos Dimitriadis) wurde 1931 in Thessaloniki geboren. Er studierte Klassische Philologie an der dortigen Aristoteles-Universität und arbeitete von 1958 bis 1965 als Bibliothekar in der Stadtbibliothek. Daneben gründete und leitete er 1958 die Zeitschrift „Diagonios“ (Diagonale), die bis 1983 bestand. Sein literarisches Debut war das Erscheinen des Gedichts „Biographie“ in der in Thessaloniki erscheinenden Zeitschrift „Morfes“. Dinos Christianopoulos gehört zu den wichtigsten Autoren der Gruppe, die als der „Kreis der Diagonalen“ bekannt ist. Seine Dichtung ist von Konstantin Kavafis beeinflusst, seine Themen sind Liebe, Verlangen, Zurückweisung und Trennung, Demut im christlichen Sinne, aber auch die politische Bedeutung der Liebe und die öffentliche Kritik. 2011 wurde ihm die Ehrendoktorwürde der Universität Thessaloniki verliehen. Im selben Jahr wurde ihm der große Staatspreis für Literatur zuerkannt, den er jedoch nicht annahm, aufgrund seiner Überzeugung, dass kreativ Schaffende sich von Preisen fernhalten sollen. Dinos Christianopoulos ist am 11. August 2020 in Thessaloniki gestorben.
Dimitris Eleftherakis
Dimitris Eleftherakis wurde 1978 in Athen geboren. Er studierte griechische Philologie und Literaturwissenschaften in Athen, Thessalonike und Edinburgh. 1998 erschienen erste Gedichte von ihm in der Zeitschrift Nea Estia. Er ist Herausgeber der Gedichte von K.G. Karyotakis (2010) und K. P. Kavafis (2011) und veröffentlichte gemeinsam mit Dimitris Angelis und Stamatis Polenakis das Buch „Mit Majakowskis Revolver. Ein Gespräch über die Poesie“ (2010). Auf Deutsch liegt von ihm die Erzählung „Die schwierige Kunst“ (übersetzt von Elena Pallantza und der Gruppe Lexis) vor. Dimitris Eleftherakis ist am 20. November 2020 völlig überraschend gestorben.
Rhea Galanaki
Rhea Galanaki wurde 1947 in Herakleion (Kreta) geboren. Sie studierte in Athen Geschichte und Archäologie und lebt in Patras. Sie hat Romane, Erzählungen, Gedichte und Essays veröffentlicht. Zweimal wurde sie mit dem Staatspreis für Literatur ausgezeichnet, 1999 für den Roman „Helena oder Niemand“ und 2005 für die Sammlung von Erzählungen „Eine fast blaue Hand“. Ihr Roman „Das Leben des Ismael Ferik Pascha“ ist das erste neugriechische Buch, das in die „UNESCO Collection of Representative Works“ aufgenommen wurde, während „Helena oder Niemand“ auf die shortlist der letzten drei Kandidaten für den europäischen Preis „Aristeion“ gelangte. Ihre Werke wurden in 15 Sprachen übersetzt. Die hier vorgestellten Texte stammen aus der 2008 erschienen Sammlung „Poiemata“.
Michalis Ganas
Michalis Ganas, geb. 1944. Lebt und arbeitet seit 1962 in Athen, wohin er zum Jurastudium gezogen ist. Er war fünfzehn Jahre als Buchhändler, später für die staatliche Fernsehanstalt als Literaturredakteur und Drehbuchautor tätig. Seit 1989 ist er Texter in einer Werbeagentur. Seine Gedichte wurden in verschiedene Sprachen übersetzt, einige seiner Verse von bekannten griechischen und ausländischen Komponisten vertont. 1994 wurde er mit dem Staatspreis für Dichtung und im Dezember 2011 mit dem Preis für Dichtung der Petros-Chares-Stiftung der Athener Akademie für sein Gesamtwerk ausgezeichnet.
Phoebe Giannisi
Phoebe Giannisi wurde 1964 in Athen geboren. Sie studierte Architektur an den Universitäten von Athen und Lyon und ist Professorin an der Universität von Thessalien in Volos. Sie hat bislang fünf Gedichtbände und zahlreiche Übersetzungen antiker so wie auch zeitgenössischer Poesie veröffentlicht.
Homerika ist ihre erste Einzelveröffentlichung in deutscher Sprache.
Rallou Giannousopoulou
Giannousopoulou wurde in Trikala in Thessalien geboren, wo sie bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr lebte. Danach studierte sie Malerei an der Kunsthochschule Athen. Eine Zeitlang schrieb sie Filmkritiken für die Zeitschrift „Prosanatolismoi”. Ihre ersten Gedichte erschienen erst im Jahr 2000, insgesamt liegen vier Gedichtbände von ihr vor.Im Jahr 2017 ist sie gestorben.
Kristalli Gliniadaki
Kristalli Gliniadaki wurde 1979 in Athen geboren. Sie studierte Philosophie und Politikwissenschaften an der London School of Economics und am Kings College London und Journalismus an der University of East Anglia. Ihre Gedichte wurde in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht. Gliniadaki schreibt auf Englisch und Griechisch und sie übersetzt aus dem Englischen und Norwegischen. Bislang hat sie drei Gedichtbände veröffentlicht.
Anna Griva
Anna Griva, geb. 1985 in Athen, hat Griechische und Italienische Philologie in Athen und Rom studiert. Sie unterrichtet Kreatives Schreiben an der Offenen Universität Athen und ist Übersetzerin italienischer Literatur der Renaissance.
In ihren vier bislang veröffentlichten Gedichtbänden erweist sie sich als Meisterin ganz unterschiedlicher Arten poetischen Sprechens — von autobiographisch geprägten Gedichten über Neuinterpretationen antiker Mythen bis hin zum Sprachexperiment. Die hier vorgelegte Auswahl versucht, Vielfalt und Qualität ihres spannenden Werkes einzufangen.
Tsabika Hatzinikola
Tsabika Hatzinikola, geb. 1975 auf Rhodos, hat Archäologie in Ioannina und London studiert und wurde an der Universität Kreta promoviert. Sie arbeitet als Reiseleiterin.
Nikos Karusos
Nikos Karuzos (1926 – 1990) wurde in Nafplio geboren. Nach dem Gymnasium schloss er sich der Widerstandsbewegung an. Nach dem Ende des Bürgerkrieges war er auf den Inseln Ikaria und Makronisos interniert; nach einem Nervenzusammenbruch kam er 1953 von dort frei. Er studierte Jura und Politikwissenschaften in Athen, schloss seine Studien jedoch nicht ab, da er sich schon 1941 der Dichtung zugewandt hatte. Sein erster Gedichtband (Die Rückkehr Christi) erschien 1954. In literarischen Kreisen wurde er in den 60er Jahren bekannt mit den Sammlungen „Der Hirsch der Sterne“ und „Der Schlafsack“. Es folgten eine Reihe weiterer Sammlungen und Auswahlbände seiner Gedichte bis zu seinem letzten dichterischen Werk „In der Schwebe“, das er am 29. August 1990 im Krankenhaus beendete, da er die letzten beiden Jahre seines Lebens an einer Krebserkrankung litt.
Jorgos Kartakis
Jorgos Kartakis wurde 1963 in Chania (Kreta) geboren. Er studierte an der Universität zu Köln und arbeitet als Lehrer. Er hat bislang drei Gedichtbände publiziert und zuletzt eine Übersetzung von Rainer Maria Rilkes „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“.
Stergia Kavvalou
Stergia Kavvalou wurde 1982 in Athen geboren. Neben Lyrik schreibt sie auch Prosa und Kinderbücher und ist Übersetzerin. Mit der Erzählungssammlung „Altzheimer trance“ war sie 2011 in der Kategorie „Debüt“ der Literaturzeitschrift Diavaso nominiert. 2012 erhielt sie ein Arbeitsstipendium des Centre national du livre (CNL) für den Band „Umgekehrt-Love will tear us apart“. Mit ihrem Gedichtband „Kunststofffrühling“ war sie nominiert für den Jannis-Varveri-Preis 2014. Sie schreibt auch für verschiedene Onlinezeitschriften.
Janis Kontos
Jannis Kontos wurde 1943 in Aigio geboren. Er studierte Wirtschaftswissenschaften und arbeitete für eine Versicherung. Von 1971 bis 1976 betrieb er die Buchhandlung Eniochos, ein Ort der Begegnung für Schriftsteller und Intellektuelle während der letzten Jahre der Militärdiktatur. 1965 trat er zum ersten Mal mit Gedichten an die Öffentlichkeit. Er hat 15 Gedichtbände, zwei Sammlungen mit Prosa und drei Kinderbücher veröffentlicht. Gedichte und Texte von ihm sind in zahlreichen Zeitschriften und Zeitungen erschienen. 1998 wurde er mit dem Staatspreis für Lyrik ausgezeichnet und 2009 wurde ihm der Uranis-Preis der Athener Akademie für sein Gesamtwerk verliehen. Kontos ist am 21.Januar 2015 in Athen gestorben.
Maria Laina
Maria Laina wurde 1947 in Patras geboren. Sie absolvierte ein Jura-Studium an der Universität Athen und arbeitet in verschiedenen Stellen im Kulturbetrieb (als Übersetzerin von Sachliteratur und Belletristik, Herausgeberin von Bildbänden und Büchern zu Philosophie und Literatur, Autorin für Radio und Fernsehen, Dozentin für griechische Sprache und Philosophie und Übersetzung). Ihr bisheriges Werk umfasst neun Gedichtbände, Theaterstücke, Artikel und Kritiken. Ihre Arbeiten wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt (Englisch, Französisch, Deutsch, Schwedisch, Finnisch, Bulgarisch, Hebräisch und andere). 1993 wurde sie mit dem Staatspreis für Dichtung ausgezeichnet.
Maria Laina ist am 17.12.2023 gestorben.
Nana Papadaki
Nana Papadaki wurde in Athen geboren. Sie besuchte dort die Deutsche Schule Athen und studierte anschließend an der Schauspielschule Karolos Kuhn und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Athen. Als Schauspielerin trat sie in vielen Theater- und Filmproduktionen auf. Sie hat bislang drei Gedichtbände veröffentlicht, die hier ausgewählten Texte stammen aus ihrem jüngsten Band „encore. Die Frauen der Odyssee“ (Melani 2016).
Xenia Papadopoulou
Xenia Papadopoulou wurde 1982 in Drama geboren. Sie ist Antiken- und Gemälderestauratorin (MSc Universität Göteborg). 2015 erschien ihr erster Gedichtband „Der Ruf des Fasans“.
Marinos Phalieros
Phalieros (1397 – 1474) stammte aus der seit dem Beginn der venezianischen Besatzung auf Kreta ansässigen Familie Falier. Er war Mitglied des Rates der Stadt Chandaka (Iraklio). Von seinen Werken sind fünf längere (130-780 Verse) Gedichte erhalten, zwei Liebestraumerzählungen und drei Werke religiösen Inhalts.
Jannis Ritsos
Jannis Ritsos ist einer der bedeutendsten Vertreter der griechischen literarischen Moderne. Er wurde 1909 in Monemvasia geboren, in einer wohlhabenden bürgerlichen Familie der Provinz, die jedoch finanziellen und sozialen Niedergang wie auch tiefgreifendes Leid durch frühe Todesfälle und geistige Erkrankungen erlitt. Als junger Mann erkrankte Ritsos an Tuberkulose und wurde in einem Sanatorium in die sozialistische Ideologie eingeweiht. In der Folge ging er den üblichen Weg der linken Märtyrer in den turbulentesten Jahrzehnten der jüngeren griechischen Geschichte: Teilnahme am bewaffneten Widerstand und am griechischen Bürgerkrieg, Zensur, Haft und Deportation in die „Umerziehungslager“ auf Limnos, Makronissos und Agios Efstratios. In der Zwischenzeit international bekannt geworden – nicht zuletzt dank der Vertonung seiner Gedichte durch Mikis Theodorakis – kommt er aufgrund weltweiter Proteste von Picasso, Aragon, Éluard, Sartre, Beauvoir, Ehrenburg, Hikmet u.a. wieder frei. Während des siebenjährigen Militärregimes (1967-1973) folgt ein zweites Exil und Hausarrest auf Samos. Im Laufe dieses ruhelosen Lebens entsteht ein monumentales lyrisches Werk von über 100 Gedichtsammlungen — teilweise unter unvorstellbaren Umständen überliefert — und zahlreichen Prosa- und Theaterstücken, Übersetzungen und Essays, womit sich Ritsos als einer der schöpferischsten aller griechischen Dichter erweist. Er wurde vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem griechischen Staatspreis für Lyrik (1956) und dem Lenin-Preis (1977). Jiannis Ritsos starb 1990 in Athen.
Lenia Safiropoulou
Lenia Zafeiropoulou wurde 1979 in Athen geboren. Sie ist klassische Sängerin, Dichterin und Übersetzerin. Sie hat drei Lyrikbücher herausgegeben: Paternoster Square (2012), Es ist hart über Steine zu stolpern (2016) und Saal der verlorenen Schritte (2019). 2017 ist ihr Solo-Album Sunless Loves beim britischen CD-Label First Hand Records erschienen.
Lenia übersetzt aus dem Englischen, Deutschen, Russischen und Französischen und hat u.a. Shakespeare, Goethe, Heine, Puschkin und Kafka ins Griechische übersetzt. Sie hat zahlreiche griechische literarische Preise gewonnen, sowie den Preis der Greek Critics Union. Sie hat Konzerte und Liederabende in London, Paris, Lyon, Berlin, Stuttgart, Hamburg, Barcelona, Sofia, Nicosia und Athen gegeben. Sie ist eine Produzentin des griechischen Kulturradios ERT3.
Lenia studierte Gesang, Klavier und Lied an der Hochschule für Musik und darstellende Künste in Stuttgart und Oper an der Guildhall School of Music and Drama und am National Opera Studio in London. Sie empfing Stipendien der Stiftungen Maria Callas und Alexandras Onassis, sowie des Royal Opera House Covent Garden.
http://www.leniasafiropoulou.gr
Aloi Sideri
Aloi Sideri (1929 – 2004) wurde in Kephalonia geboren. Sie studierte Geschichte, Archäologie und Anglistik an der Universität Athen und arbeitete seit 1985 hauptberuflich als Lehrerin. Ihr übersetzerisches Werk ist bedeutend. Sie übersetzte bekannte Autoren aus dem Französischen, Italienischen und Englischen (Swift, Savarese, Maneas, Scott, Andersen, Casanova und andere). . Ihr Beitrag zur Übersetzung der byzantinischen Chroniken (Anna Komnene, Prokop, Michael Psellos) gilt als epochemachend. Sie übersetzte auch Homer, Herodot, Xenophon, Aristoteles, Hippokrates, Lukian und Heliodor. Aloi Sideri hat fünf Gedichtbände, eine Sammlung von Erzählungen, Feuilletonistisches und zahlreiche wissenschaftliche Aufsätze publiziert. Daneben verfasste sie immer wieder Beiträge für den staatlichen Rundfunk und das Fernsehen zur Literatur aber auch zu allgemeinen Themen.